Katrin Werner, MdB: Newsletter KW12

Liebe Leserinnen und Leser,

am Mittwoch stellte sich die Bundesregierung den Fragen der Opposition. Schon vor Corona war Familien- und Kinderarmut ein massives Problem. Das zeigten die Fragestunde und auch der Familienbericht der Bundesregierung, der vor drei Wochen veröffentlicht wurde. Mit der Pandemie ist es nun unübersehbar geworden, dass Familien endlich wirksam vor Armut geschützt werden müssen. Die Bundesregierung versucht, das Problem zu ignorieren. Es ist höchste Zeit, dass endlich eine Kindergrundsicherung kommt. Wir machen weiter Druck.

Die Inanspruchnahme des Elterngelds durch Väter steigt. Dennoch sind Aufgaben wie Kindererziehung und Hausarbeit oft ungleich verteilt. Daran wollen wir etwas ändern. Um zu erreichen, dass beide Elternteile gleichermaßen das Elterngeld in Anspruch nehmen, wollen wir für jeden Elternteil zwölf nicht übertragbare Elterngeldmonate einführen. Bei Alleinerziehenden sollen es 24 Monate sein.

In Trier stehen Menschen einmal mehr auf für eine unabhängige Jugendkultur. Während das Jugendamt versucht, das Ex-Haus endgültig abzuwickeln, demonstrierten in dieser Woche zahlreiche Freund:innen der Kultureinrichtung und des neuen Kulturgraben e.V. gegen eine Verwaltungsvorlage. Der Nachfolgeverein des Ex-Haus wird darin kaum berücksichtigt. Das ist ein Schlag gegen eine unabhängige Jugendkultur. Es bleibt die Frage, warum die Stadtverwaltung selbstverwaltete Kultureinrichtungen offenbar ablehnt.

Auch am Frauenkampftag gingen in Trier zahlreiche Menschen auf die Straße. Wir fordern gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit, eine gerechtere Verteilung von Haus- und Sorgearbeit und die strikte Einhaltung der Istanbul-Konvention zum Schutz vor Gewalt gegen Frauen. Es ist erschreckend, dass wir immer noch um grundlegende Rechte kämpfen müssen. Jedoch macht es Mut zu sehen, dass auch unter Pandemie-Bedingungen hunderte Menschen lautstark dafür eintreten.

Bleiben Sie gesund!

Katrin Werner

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