Kersten Steinke, MdB: Betrug im Spiel – dubiose Geschäfte bei Wirecard

Die Finanzaufsicht hat den größten Skandal in der Geschichte der Deutschen Börse regelrecht verschlafen. Im Jahr 2018 feierten alle das erste deutsche Börsenwunderkind des Finanzdienstleistungsunternehmens Wirecard, als der Konzern die Commerzbank aus dem DAX verdrängte. Doch schon 2016 gab es erste Vorwürfe gegen das Unternehmen über aufgeblähte Bilanzen und Tricksereien.

Kersten Steinke, linke Abgeordnete aus Nordthüringen, erklärt dazu: „Meine Fraktion Die Linke hat als einzige im Bundestag frühzeitig kritische Anfragen zu den Vorwürfen und der Rolle der BaFin gestellt. Wirecard, bekannt für Kreditkarten und Prepaidkarten, wurde groß mit der Abwicklung von Zahlungen für besonders riskante Geschäfte: Pornos und Onlinewetten.  Erst kürzlich im Juni 2020 folgte der große Knall: Wirtschaftsprüfer stellten fest, dass 1,9 Milliarden Euro in der Bilanz von 2019 fehlten.  Viele Kleinanleger haben ihre Ersparnisse verloren. Brisante Verbindungen zur Politik zeigen sich, Millionen Euro Steuergelder sind verbrannt. Viele Fragen bleiben weiter offen. Deshalb fordert die Linke einen Untersuchungsausschuss im Bundestag, denn die Bundesregierung handelte über Jahre wie die bekannten drei Affen, die nichts sehen, nichts hören und nichts sagen.“

Kersten Steinke, 24. Juli 2020

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