Linksfraktion: Covid-19-Ausbrüche nicht rassistisch aufladen

„Ein Ministerpräsident, der einen Covid-19-Ausbruch rassistisch auflädt, um vom eigenen Versagen abzulenken, hat sich in jeglicher Hinsicht disqualifiziert. Der CDU als größter Verfechterin prekärer und unsicherer Arbeitsverhältnisse sind gute Arbeitsbedingungen schon immer egal gewesen. Migrantinnen und Migranten sind ihnen auch nur willkommen, wenn sie die Drecksarbeit erledigen“, kommentiert Susanne Ferschl, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, Aussagen von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet zum Covid-19-Ausbruch beim Fleischkonzern Tönnies. Ferschl weiter:

„Covid-19 trifft eben nicht alle gleich und verschärft soziale Ungleichheiten. Überall dort, wo nicht sicher von zu Hause aus gearbeitet werden kann, besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko für die Beschäftigten – vom Produktionsarbeiter bis hin zum Einzelhändler. Wo enge Wohnverhältnisse herrschen, ist die Ansteckungsgefahr größer als im geräumigen Eigenheim. Das hat nichts mit der Nationalität zu tun, sondern mit der sozialen Schicht und eben auch mit der Klassenzughörigkeit. Wie ist es sonst zu erklären, dass Beschäftigte und deren Kinder durch die sofortige Schließung der Kitas und Schulen in Gütersloh direkt die Auswirkungen zu spüren bekommen haben, der für den Ausbruch verantwortliche Fleischkonzern Tönnies hingegen noch zwei Tage lang weiter produzieren durfte?

Es ist verantwortungslos in Zeiten einer Krise, in der große Unsicherheiten unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt bedrohen, weiter zu zündeln. Statt Verantwortung für die betroffenen Menschen zu übernehmen und praktische Lösungen anzubieten, hat sich Laschet für Schuldzuweisungen entschieden. DIE LINKE verurteil diese Sündenbock-Mentalität und setzt sich für solidarische Lösungen ein, die Lasten gerecht verteilen und allen Menschen soziale Absicherung und gute Arbeit garantieren.“


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