Linksfraktion.Hamburg: Behörde räumt Ahnungslosigkeit ein: Kindern und Jugendlichen muss in der Krise schnell geholfen werden

In allen Medien wird die besondere Härte, die die Maßnahmen zur Pandemieeindämmung für Kinder und Jugendliche bedeuten, diskutiert. Ein offener Brief von über 170 Fachleuten schlägt Alarm: Die Verschlechterung der psychischen Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen ist ein deutschlandweites Problem, das über alle Altersgruppen hinweg geht.

In einer kleinen Anfrage zur Ausstattung der offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie zur Familienhilfe wollte die Linksfraktion wissen, was der Senat bzw. die zuständige Behörde plant, um diesem Bedarf gerecht zu werden. Die schnöde Antwort lautet: „Aktuell liegt der Schwerpunkt darauf, die bestehenden Angebote aufrecht zu erhalten und pandemiekonform anzupassen. Darüber hinaus haben die Bezirksämter und die zuständige Fachbehörde keine gesicherten Informationen zu Mehrbedarfen, die durch die Bekämpfung der Covid-19-Pandemie für die Versorgung von Kindern, Jugendlichen und Familien entstehen.“

Sabine Boeddinghaus, jugend- und familienpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft, sieht fragwürdige Parallelen: „Wie schon beim völligen Versagen der Schulbehörde werden auch hier wieder massive Probleme ignoriert, obwohl sie von allen Fachleuten und Beteiligten in der Praxis klar benannt werden. Das gleiche gilt für kluge Konzepte und Ideen zur Bewältigung der Auswirkungen der Krise auf Kinder und Jugendliche. Was sollen denn die gesicherten Informationen sein, auf die die Behörde warten will? Mit dieser Haltung lässt die Behörde unsere Kinder und Jugendliche auf Jahre hinaus einfach hängen.“

Insa Tietjen, kinderpolitische Sprecherin der Linksfraktion, ergänzt: „Wir wissen bereits seit Wochen und Monaten genug, um sofort zu handeln. Und wir müssen heute Geld in die Hand nehmen, das es ermöglicht, bestehende Strukturen zu stärken und Konzepte aufzubauen. Nur so können wir sowohl jetzt in der akuten Pandemielage als auch später bei der Bewältigung der Folgen Kinder, Jugendliche und Familien unterstützen.“

 

 

https://offener-brief-kiju.de/

 

 

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