Linksfraktion.Hamburg: Beratungsstellen unterfinanziert: Haushalt muss Lücken schließen

Die Beratungsstellen für Betroffene von rassistischer Diskriminierung sind in Hamburg unterfinanziert – das geht aus einer kleinen Anfrage der Fraktion DIE LINKE an den Hamburger Senat hervor. Metin Kaya, Fachsprecher für Migration und interkulturelles Zusammenleben der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Diskriminierungsschutz erfordert eine umfassende Beratungsinfrastruktur. Es kann nicht sein, dass die Beratungsinfrastruktur für Betroffene von Rassismus und Antisemitismus in einer reichen Stadt wie Hamburg mehrheitlich vom Bund getragen wird. Das macht Finanzierungslücken deutlich, mit denen sich dann die Beratungsstellen tagtäglich herumschlagen müssen. Der Haushalt der Stadt muss diese Lücken künftig schließen”. In der Bürgerschaft wird in den kommenden Wochen der Haushaltsplan diskutiert, in dem ebenfalls die Finanzierung von Beratungsstellen festgelegt wird. Dazu Stephanie Rose, Fachsprecherin für Diversity der Linksfraktion: „Der Senat drückt sich hier offensichtlich um eine auskömmliche Finanzierung. Die Kettenbefristung von Beratungsangeboten durch ausschließlich projektbezogene Förderung muss beendet werden. Und das gilt eben auch für die Beratung für Betroffene von geschlechtsspezifischer Gewalt. Stattdessen fordern wir im Rahmen des kommenden Haushalts eine institutionelle Förderung, die wirkliche Perspektiven für die Weiterentwicklung der Antidiskriminierungslandschaft in Hamburg bietet. Das tut die bisherige Herangehensweise des Senats nämlich nicht.“

 

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