Linksfraktion.Hamburg: Echte Perspektiven für alle angehenden Psychotherapeut:innen!

An der Universität Hamburg gibt es seit dem Wintersemester 2020 die Möglichkeit, in einem neuen Psychologiestudiengang eine Psychotherapeut:innenausbildung zu absolvieren, ohne wie bisher nach einem herkömmlichen Psychologiestudium eine teure mehrjährige Ausbildung zu belegen. Es gibt allerdings keinen geregelten Übergang vom alten zum neuen Ausbildungsmodell. Bedingung dafür wäre eine finanzielle Aufstockung von Lehrkräften und ggf. Verwaltungspersonal, um die Nachqualifikation im Bachelor zu ermöglichen. Entsprechende Maßnahmen fordert die Fraktion DIE LINKE mit einem Antrag (22/1441) in der kommenden Sitzung der Hamburgischen Bürgerschaft.

„Der neue Studiengang ist ein wichtiger Schritt hin zur sozialen Öffnung der psychotherapeutischen Ausbildung. So sind teure Privatschulen nicht länger die einzige Möglichkeit für angehende Psychotherapeut:innen,“ erklärt Stephanie Rose, wissenschaftspolitische Sprecherin der Linksfraktion. „Allerdings lässt der rot-grüne Senat angehende Psychotherapeut:innen bei der Umstellung des Studiengangs an der Universität Hamburg weiterhin im Regen stehen.“

Der unermüdliche Protest von Psychologiestudierenden, dem entsprechenden Fachschaftsrat und kritische Nachfragen der Linksfraktion (22/851, 22/935) hätten Senat und Hochschule zwar dazu bewegen können, den neuen Psychologie-Studiengang einzuführen. „Es kann aber nicht sein, dass die Verbesserungen durch die neue akademische Psychotherapeut:innenausbildung bereits eingeschriebenen Studierenden vorenthalten werden“, so Rose.  „Durch Nachqualifizierungsangebote wollen wir erreichen, dass allen Psychologiestudierenden die gesetzlichen Verbesserungen zukommen und niemand von ihnen durch das Auslaufen des alten Studiengangs unter Druck gesetzt wird.“

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