Linksfraktion.Hamburg: Gute Bildung nach Corona – aus der Krise lernen!

1. Digitales Lernen für alle!
Deutschland ist Entwicklungsland beim di­gitalen Lernen. Die unendliche Geschich­te der Ankündigung muss ein Ende haben. Geld für neue Computer und Lernsoftware brau­chen wir dauerhaft – öffentlich finanziert: je­dem Schüler, jeder Schülerin, jeder Lehrkraft ein eigenes digitales Gerät! Mit freier Software (Open Educational Resources) zu digitaler Mün­digkeit. Schulen brauchen „digitale Kümme­rer“, Lehrkräfte brauchen Medienkompetenz.
DIE LINKE fordert: leistungsfähiger Breitband­anschluss und WLAN für alle Schulen, eine Di­gital-Offensive für Bildung, also Geld für Infra­struktur, für Software, Plattformen und Personal.
 
2. Bundesoffensive für Lehrkräfte, Erzieher_innen und Schulsozialarbeit!
 
Die Krise trifft Schwächere: Es fehlt an Compu­tern, an Rückzug und Freiräumen zum Lernen zu Hause. Gute Bildung darf kein Privileg der Rei­chen sein. Bildung ist ein Menschenrecht. Ge­meinsam statt einsam lernen – ganztags in der Gemeinschaftsschule – das bleibt unser Ding. Dazu fordern wir kostenfreie Mittel zum Lernen und Lehren. Vor allem so genannte „Brennpunktschu­len“ brauchen mehr Geld und bestgeschultes Personal! Lehrkräfte dürfen keine Mangelware bleiben!
DIE LINKE fordert eine Lehrkräfte- und Er­zieher_innenoffensive des Bundes. Schulsozialarbeit muss als Regelaufgabe ins SGB VIII.
 
3. Lust auf Bildung statt „Bulimielernen“!
 
Bildung braucht Neugier, Motivation und Spaß. Viel mehr Möglichkeiten für gemeinsame Lern­projekte mit Wissenschaftler_innen, Handwer­ker_innen, Künstler_innen müssen gefördert werden. Offene Lernformen und selbständiges Lernen. Offene Schulen sind die Zukunft. Schu­le ist fürs Lernen da, nicht für Prüfungen.
DIE LINKE fordert: Leistungsdruck und Leis­tungswahn beenden – individuelles Ler­nen in kleineren Lerngruppen fördern.
 
4. Mehr Geld für moderne und inklusive Schulen!

Offene Lernformen benötigen passende Räu­me. Bildung braucht schöne Orte, Bildung braucht sinnvolle Architektur. Hell, modern und inklusiv, weg vom Funktionsbau, hin zu anregenden Räumen. Für Stadt und Land.
DIE LINKE fordert: Statt eines Strohfeu­ers für Konjunktur brauchen wir die Dauerfinanzierung von Bund und Ländern – ein Schulbauprogramm für und mit Zukunft!
 
5. Föderalismus reformieren! – Weg vom Flickenteppich!
 
Wir wollen keine Konkurrenz, die Gerechtig­keit ruiniert. Wir wollen Kooperation und ge­meinsame Verantwortung – zwischen Bund, Ländern und Kommunen. Regionale Besonder­heiten müssen für Bildung nutzbar bleiben. Eine Reform ist nötig: So viel Standards wie nötig, so viel Freiheit wie möglich.
DIE LINKE fordert: Eine Gemeinschaftsaufgabe Bildung gehört ins Grundgesetz. Gemeinsam finanzieren und gemein­sam kümmern. Ein gemeinsamer Rahmen ist nötig:
ein Bundesbildungsrahmengesetz!

 


Nachrichtenquelle: Read More