Linksfraktion: Hausgemachte Probleme gefährden internationalen Hochschulaustausch

„Die sinkenden Zahlen der Studentinnen und Studenten aus dem Ausland bestätigen unsere Befürchtungen, dass die Bundesregierung in Corona-Zeiten zu wenig für den internationalen Hochschulaustausch tut“, sagt Nicole Gohlke, hochschul- und wissenschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Gohlke weiter:

„Der rapide Rückgang bei den internationalen Studenten und Studentinnen aufgrund der Pandemiebekämpfung hätte mit frühzeitigem Gegensteuern gestoppt werden können. Doch das Bundesbildungsministerium hat bis zuletzt alle Warnungen in den Wind geschlagen. Die politische Verantwortung für den beispiellosen Einbruch von fast 30 Prozent trägt Bildungsministerin Anja Karliczek. 

Ich hätte mir gewünscht, dass die bürokratischen Visa- und Studienbewilligungen vereinfacht und die Gebühren für Anträge und Zeugnisbegutachtung nicht länger auf die Studenten und Studentinnen im Ausland abgewälzt werden. Stattdessen hat die Bundesregierung über Monate sogar deren Einreise erschwert.

Internationalität ist kein Goodwill, sondern essentiell für den europäischen und weltweiten Wissens- und Forschungstransfer zwischen den Hochschulen. Bildungsministerin Karliczek muss etwas unternehmen, um den Negativtrend umzukehren, sonst bleibt eine ganze Studiengeneration vom Austausch ausgeschlossen. Schließlich steuern wir direkt auf ein drittes oder gar viertes Corona-Semester zu.“

 

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