Linksfraktion.Hessen: Abschiebungen in die Fremde Beitrag der hessischen Landesregierung zur ‚Internationalen Woche gegen Rassismus‘?

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Es häufen sich Berichte, dass aus Hessen Menschen auch dann abgeschoben werden, wenn diese hier geboren sind oder einen großen Teil ihres Lebens verbracht haben. Nun berichtet die Frankfurter Rundschau, dass eine Familie aus Syrien, darunter eine Schülerin der Walter-Lübcke-Schule aus Wolfhagen, nach Bulgarien abgeschoben wurden. Dazu erklärt Saadet Sönmez, migrations- und integrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Wir unterstützen die Schülerinnen und Schüler der Walter-Lübcke-Schule in Wolfhagen, die gegen die erfolgte Abschiebung einer syrischen Familie protestieren. Wieder einmal wird in einer Nacht-und-Nebel-Aktion eine Familie in ihrer Wohnung festgenommen und abgeschoben, während gleichzeitig die ‚Internationale Woche gegen Rassismus‘ durchgeführt wird. Die Abschiebung ist umso tragischer, da die 16-Jährige drei Monate vor ihrem Realschulabschluss steht und schon einen Ausbildungsvertrag als Altenpflegerin unterzeichnet hat. Auch der 17 Jahre alte Bruder hat nicht nur einen Schulabschluss, sondern ebenfalls bereits einen Ausbildungsvertrag bei einem Bauunternehmen. Der Vorgang zeigt einmal mehr, wie inhuman und unverhältnismäßig die Abschiebepraxis der schwarzgrünen Landesregierung ist.“

DIE LINKE unterstütze den Protest der Schülerinnen und Schüler der Walter-Lübcke-Schule und fordere die umgehende Rückführung der Familie aus Bulgarien, so Sönmez. Wieder einmal seien faktische Inländer abgeschoben worden, die hier gut integriert gewesen seien. Es sei erschreckend, wie skrupellos die hessische Landesregierung an ihrer gnadenlosen Linie festhalte.

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