Linksfraktion.Hessen: Atommüll-Zwischenlagerung: Transport nach und Einlagerung der Castoren in Biblis sind unverantwortlich

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Nach Angaben des Hessischen Rundfunks stehen Castortransporte nach Biblis unmittelbar bevor. Und das, obwohl sich mit Blick auf das erhöhte Infektionsrisiko der Einsatzkräfte zuletzt Polizeigewerkschaften und der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) gegen einen Transport während der Corona-Pandemie ausgesprochen hatten. Dazu erklärt Torsten Felstehausen, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Es ist unverantwortlich bei der aktuellen Pandemielage schutzintensive Castortransporte durchzuführen. Wir erwarten, dass sich der hessische Innenminister schützend vor die Polizei stellt und sich für eine Verschiebung der Transporte einsetzt.“

Darüber hinaus seien in Biblis die Sicherheitseinrichtungen zum Schutz der Bevölkerung für eine Castoren-Zwischenlagerung über viele Jahrzehnte nicht ausreichend. Im Fall einer Havarie könnten Castoren in Biblis nicht repariert werden. Daran ändere auch das hessische Gerichtsurteil nichts, so Felstehausen.

„Völlig unverständlich ist die Haltung der hessischen Umweltministerin Priska Hinz (Grüne). Seit Jahren ignoriert sie die Kritik an den fehlenden Sicherheitsvorkehrungen im Zwischenlager Biblis und trägt uneingeschränkt die Linie der Bundesbehörden mit. Erst wenn das Zwischenlager nachgerüstet würde, dürfen Castoren bis zur Fertigstellung eines Endlagers eingelagert werden.“

Hinweis:

Antrag der LINKEN – siehe: Standort-Zwischenlager Biblis: mangelhafter Genehmigung widersprechen, Castor-Transporte stoppen, Sicherheitseinrichtungen nachrüsten (Drs. 20/2544) 

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