Linksfraktion.Hessen: Ausländerbehörde betreibt Desintegrationspolitik

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Zum gestrigen Artikel ‚Endloser Kampf um Bleiberecht‘ der Frankfurter Rundschau, welcher den Fall eines von Abschiebung bedrohten jungen Mannes aus dem Main-Kinzig-Kreis aufgreift, erklärt Saadet Sönmez, migrations- und integrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Der Fall der Familie Krasniqi ist ein trauriges Beispiel für behördliche Desintegrationspolitik. Zuerst hat die Ausländerbehörde des Kreises die seit 30 Jahren hier lebende Familie, welcher auch ein schwerbehindertes Familienmitglied angehört, abschieben wollen. Nur in letzter Minute wurde, auch auf Grund des öffentlichen Drucks, eine Duldung erteilt.“

Doch nun sei der 22-jährige Sohn der Familie, der in Hanau geboren sei und kein Albanisch spreche, von Abschiebung bedroht, so Sönmez. Laut der Frankfurter Rundschau habe er gute Abschlüsse und sei nie straffällig geworden, dennoch spreche die Behörde in ihrer Ablehnung von ‚gescheiterter Integration‘.

„Der Betroffene ist hier geboren und aufgewachsen, er ist Teil dieser Gesellschaft wie alle anderen Hessen auch. Dass die Behörde hier von gescheiterter Integration spricht, offenbart eine institutionell diskriminierende Sichtweise.“

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