Linksfraktion.Hessen: Bildungspolitik in Hessen: Heute hü, morgen hott – Kultusministerium muss endlich für verlässliche Regeln sorgen

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Anlässlich der heutigen Auswertung der Stellungnahmen zur Anhörung der weiteren Corona-Strategie des hessischen Kultusministers Alexander Lorz (CDU) im kulturpolitischen Ausschuss erklärt Elisabeth Kula, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Nicht nur die schriftlichen Stellungnahmen zum weiteren Vorgehen an und in den Schulen haben gezeigt, dass mangelnde Verlässlichkeit und Zögerlichkeit des Kultusministeriums für Unmut sorgen. Auch das jüngste Vorgehen sorgt nur noch für Kopfschütteln.“

Am 5. März habe das Kultusministerium noch verkündet, die Jahrgangsstufen 7 bis 9 würden nach den Osterferien zurück an die Schulen gehen. Nur vier Tage später habe das Ministerium das Gegenteil erklärt. Demnach sollen die Jugendlichen doch zwei Wochen vor den Osterferien an die Schulen kommen, so Kula. Warum man vor den Gesprächen mit Schülervertretung und Lehrkräften das Gegenteil dessen sage, was dann nur vier Tage gelte, bleibe das Geheimnis des Kultusministers.

„Schüler-, Lehrer- und Elternvertretungen haben in der schriftlichen Anhörung zu den schulgesetzlichen Corona-bedingten Änderungen klargemacht, dass Anpassungen nötig sind, aber vor allem Verlässlichkeit gefragt ist. Nicht einmal die digitale Ausstattung der Schülerinnen und Schüler und der Lehrkräfte ist nach über einem Jahr Corona gesichert. Und für Berufsübergänge und Praktika gibt es keine guten Lösungen.

Seit einem Jahr gibt es weder eine nachvollziehbare Strategie, noch eine klare Linie. Jetzt kommen Kinder und Jugendliche ohne Teststrategie zurück an die Schulen. Leidtragende sind verunsicherte und überlastete Lehrkräfte, Eltern, die den Spagat zwischen Homeschooling, Homeoffice und Arbeit vor Ort ganz einfach nicht mehr hinbekommen und vor allem die Schülerinnen und Schüler.“

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