Linksfraktion.Hessen: Grünen-Ministerin verteidigt Massentierhaltung – notwendig ist endlich ein Ausstieg

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Anlässlich der Beantwortung eines Berichtsantrags der LINKEN zur Tierhaltung in Hessen im Umweltausschuss durch Priska Hinz (Grüne) erklärt Heidemarie Scheuch-Paschkewitz, tierschutzpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„DIE LINKE hat mit ihrem Berichtsantrag im Umweltausschuss Zahlen, Daten und Fakten zur Tierhaltung in Hessen abgefragt. Wir haben hierbei insbesondere das Leid in der Massentierhaltung in den Blick genommen. Die Zahlen sprechen für sich und werfen ein trauriges Licht auf die Grünen: In den Bezirken aller Regierungspräsidien befinden sich verschiedenste Massentierhaltungsbetriebe mit immensen Kapazitäten. Bis zu 170.000 Legehennen, tausende Schweine und hunderte Rinder pro Betrieb. Dass hier Leiden und Sterben vorprogrammiert sind, zeigen die Zahlen: Knapp 40.000 Rinder, 140.000 Schweine und 646 Tonnen Legehennen und Masthähnchen sterben jährlich in den Betrieben.“

Es sei bemerkenswert, dass die Ministerin in diesem Zusammenhang argumentiere, es komme beim Tierwohl nicht auf die Zahl der gehaltenen Tiere an, so Scheuch-Paschkewitz. Wie solle man denn bei 40.000 Hennen erkennen, ob ein Tier erkrankt sei? Die hessischen Grünen hätten ihre kritische Haltung zur Massentierhaltung wohl leider abgelegt.

„Wir müssen endlich aus der Massentierhaltung aussteigen. Die industriellen Haltungsformen produzieren nicht nur Tierleid, sie sind auch umwelt- und klimaschädlich. Deshalb müssen wir die Agrarförderung an Klima-, Umwelt- und Tierschutzaspekte knüpfen. Ein Kampf, der offenbar auch gegen die hessischen Grünen geführt werden muss.“

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