Linksfraktion.Hessen: Institutionalisierter Naturschutz kann das Artensterben nicht aufhalten – Eigenlob der grünen stinkt

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Anlässlich der heutigen Landtagsdebatte zur Förderung von Landschaftspflegeverbänden für den Biodiversitätsschutz erklärt Heidemarie Scheuch-Paschkewitz, landwirtschafts- und tierschutzpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Ohne eine grundlegende Veränderung der Produktion von Nahrungsmitteln und Gebrauchsgütern sowie des Konsum- und Mobilitätsverhaltens werden wir weder das Artensterben, noch den Klimawandel stoppen können. Sollen Landschaftspflegeverbände nicht Teil der Verwaltung des Niedergangs werden, muss die Landesregierung die längst überfälligen ‚Wenden‘ konsequenter einleiten.“

Nur mit Mitteln des institutionalisierten Naturschutzes – sei er noch so gut ausgestattet – sei das Artensterben nicht aufzuhalten, so Scheuch-Paschkewitz. Die vielen Ankündigungen und Strategien aus dem Umweltministerium könnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Umsetzung von EU-Richtlinien in Hessen miserabel sei und die Zerstörung von Lebensräumen unverändert andauere.

„Es ist heuchlerisch, dass sich die Fraktion der Grünen für ihr Engagement zum Schutz der Biodiversität lobt, aber wegschaut, wenn diese unter Asphalt verschwindet wie bei dem Weiterbau der Autobahn 49. Wir erwarten von Minister Tarek Al Wazir (GRÜNE), dass er sich für ein sofortiges Rodungs- und Bau-Moratorium einsetzt. Der Weiterbau der A 49 ist ökologischer Wahnsinn. Er ist ist nicht Teil einer Verkehrswende, er steht gegen Klimaschutz, zerstört Trinkwasservorkommen und ist definitiv das Gegenteil von Biodiversitätsschutz.“

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