Linksfraktion.Hessen: Kita-Beschäftigte und Tagespflegepersonen müssen besser vor der Pandemie geschützt werden

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Zu den Forderungen der Kita-Beschäftigten und aus der Tagespflege für mehr Schutz vor Corona, erklärt Christiane Böhm, familienpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Im Privatbereich sind Kontakte sehr stark eingeschränkt, bei der Arbeit sind Beschäftigte in den Kitas und die Tagespflegepersonen mit Kindern aus vielen Familien im Kontakt. Da wundert nicht, dass von März bis Oktober 2020 die Berufsgruppe der Erzieherinnen und Erzieher am häufigsten an Corona erkrankt war. Dies ist Folge der Politik der Länder und des Bundes vorwiegend den Privatbereich zu reglementieren und die Arbeitswelt weitgehend außen vor zu lassen. Wenn Eltern arbeiten gehen müssen – das Kinderkrankengeld bietet ihnen nur wenige Tage Entlastung –, sind sie auf eine Betreuung gerade kleiner Kinder angewiesen.“

Böhm fordert die Landesregierung auf, stärker die Arbeitswelt zu regulieren und damit wirksame Maßnahmen gegen Corona zu ergreifen.

„Ich erwarte allerdings auch Maßnahmen vom hessischen Sozialminister Kai Klose (Grüne) für den Schutz der Beschäftigten. Erzieherinnen und Erzieher sollten früher geimpft werden, dafür muss er sich auf Bundesebene stark machen. Sie müssen mindestens zwei Mal pro Woche in der Einrichtung getestet werden, ohne dass sie sich in ihrer freien Zeit um eine Testmöglichkeit bemühen müssen. Es braucht klare und überprüfbare Regelungen für die Testungen und Quarantäne von Kindern bei Coronainfektionen im familiären Umfeld.“

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