Linksfraktion.Hessen: Klares Nein zu Impfpflicht und Impfbevorteilung

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Zur erneut aufgeflammten Debatte um eine Impfpflicht für medizinisches Personal und mögliche Vorteile für geimpfte Personen erklärt Christiane Böhm, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

 „So wichtig die erfolgreiche Impfung auch ist: Einer Impfpflicht muss auf allen politischen Ebenen eine klare Absage erteilt werden. Damit würden alle Personen, die nicht geimpft werden wollen oder können, ohne eine Würdigung der jeweiligen individuellen Motive über einen Kamm geschert. Auch unter medizinischem Personal gibt es Schwangere, Menschen mit Risikofaktoren bei Impfungen und natürlich auch teils Skepsis gegenüber einem neuen Impfstoffverfahren.

Für die Letztgenannten muss mit Aufklärung statt Repression gearbeitet werden. Sonst droht uns gegebenenfalls der weitere Ausstieg von Pflegekräften aus dem Beruf und eine weitere Verschärfung des Pflegenotstands.“

Böhm weist auch Vorschläge zurück, die vorsehen, Anreize und Lockerungen von Einschränkungen für Geimpfte zu schaffen.

„Auch hier wird wieder vollkommen außer Acht gelassen, dass es nicht wenige Menschen gibt, die aus gesundheitlichen Motiven überhaupt nicht geimpft werden dürfen. Soll dieser Personenkreis für Vorerkrankungen bestraft werden? Um genau diese Menschen zu schützen, braucht es ja die so genannte Herdenimmunität. Gerade jetzt muss gelten: Solidarisch zusammenhalten und gemeinsam die Beschränkungen erdulden, bis die gesundheitlichen Risiken überschaubar sind.

Im Übrigen ist es vollkommen unsinnig über Impfpflichten zu diskutieren, während hunderttausende Menschen allein in Hessen vergeblich auf Impftermine und die Bundesländer auf mehr Impfstoff warten.“

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