Linksfraktion.Hessen: Lohnatlas: Lücke verringert sich trotz schwarzgrünem Nichtstun

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Zum heute vorgestellten hessischen Lohnatlas 2020 erklärt Christiane Böhm, gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Es ist gut, dass die Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern zumindest in kleinen Schritten zwischen 2012 und 2018 abgebaut werden konnte. Eine Reduzierung um vier Prozent in sechs Jahren ist aber wahrlich kein Lorbeerblatt. Mehr war auch nicht zu erwarten, weil Schwarzgrün bei Lohnfragen keinen politischen Gestaltungswillen zeigt und der Meinung ist, dass alleine die Veröffentlichung der Daten schon zur Verkürzung der Lohnlücke führt.  Selbst dort, wo – wie im Vergaberecht und den Zuwendungen aus Steuermitteln – staatliches Handeln nicht nur möglich, sondern geboten wäre, passiert unter Schwarzgrün nichts für das Prinzip gleicher Lohn für gleiche Arbeit.“

Böhm verweist zudem darauf, dass der Vergleichszeitraum für die aktuelle Situation nur begrenzt aussagekräftig sei:

„Wir wissen, dass die Corona-Krise Frauen und insbesondere berufstätige Frauen deutlich härter getroffen hat als Männer. Es war mal wieder vollkommen selbstverständlich, dass Frauen Arbeitszeiten reduziert haben, um die wegbrechende Infrastruktur im Bereich Kinder- und Altenbetreuung auszugleichen. Es sind insbesondere Frauen wieder zuerst aus ihren überdurchschnittlich häufig prekären Beschäftigungsverhältnissen entlassen worden. Gerade deshalb müsste die Landesregierung handeln, um die geringen Fortschritte der Vergangenheit wenigstens zu konservieren. Dafür reichen ein paar schöne Worte zur Übergabe des hessischen Lohnatlas nachweislich nicht aus.“

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