Linksfraktion.Hessen: Lübcke-Mord: Was wusste Alexander S. über die Mordpläne von Stephan Ernst?

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Zum heutigen Geständnis von Stephan Ernst und der heutigen Berichterstattung im hr zu dem nordhessischen Neonazi Alexander S.  erklärt Hermann Schaus, Obmann im Lübcke-Untersuchungsausschuss und innenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Das erneute Geständnis von Stephan Ernst vor Gericht überrascht nicht, denn die Beweislage ist eindeutig. Mit Alexander S. taucht nun zurecht ein bekannter Neonazi aus Nordhessen, der viele Jahre in engem Kontakt mit Ernst und H. stand, in der Berichterstattung auf. Er könnte eine weitere Person sein, die von den Mordplänen gegen Walter Lübcke wusste. Das muss unbedingt aufgeklärt werden. Auch dazu muss jetzt Ernst aussagen!“

Bereits 2009 und 2015 habe DIE LINKE Anfragen im Innenausschuss zu Alexander S. gestellt, so Schaus. Als Neonazi mit Bezügen zu Sprengstoff und Bombenbau sei er schon lange bekannt. Mit Markus H. sei er bereits ab 2008 bei den ‚Freien Kräften Schwalm-Eder‘ aktiv gewesen. Einer Neonazi-Gruppe, die am damaligen Angriff auf das [’solid]-Zeltlager am Neuenhainer See sowie an Angriffen auf Antifaschistinnen und Antifaschistem in Todenhausen beteiligt gewesen sei.

„Für den Lübcke-Untersuchungsausschuss haben wir bereits in einem Beweisbeschluss die Akten von S. angefordert. Es wird sich alsbald zeigen, ob seine Personenakten noch beim Verfassungsschutz vorhanden sind oder ebenfalls bereits intern gelöscht wurden.“

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