Linksfraktion.Hessen: Menschen mit Behinderungen dürfen in der Pandemie nicht weiter abgehängt werden

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Anlässlich des morgigen Welttags der Menschen mit Behinderungen und des kürzlich von der Aktion Mensch herausgegebenen Inklusionsbarometers Arbeit 2020 erklärt Christiane Böhm, behindertenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„In Folge der Corona-Pandemie werden insbesondere diejenigen Menschen aus dem Erwerbsleben gedrängt, die sowieso überdurchschnittlich oft an den Barrieren des Arbeitsmarktes scheitern. Hiervon sind auch Menschen mit Behinderungen deutlich betroffen, wie das Inklusionsbarometer Arbeit 2020 zeigt. Hessen hat hier mit einer Zunahme von 16,2 Prozent der Erwerbslosigkeit von Menschen mit Schwerbehinderung den deutschen Durchschnittswert von 13,1 Prozent deutlich übertroffen. Die Landesregierung ist aufgefordert alles dafür zu unternehmen, damit die Pandemie nicht dazu führt, dauerhaft Menschen mit Beeinträchtigungen aus dem Erwerbsleben auszuschließen.“

Böhm verweist in diesem Zusammenhang auch auf einen umfassenden Antrag der LINKEN-Bundestagsfraktion zur Stärkung der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung (Drs. 19/24690) und den darin enthaltenen Forderungen.

„Die Ausgleichsabgabe, mit der sich viele Unternehmen von ihrer gesellschaftlichen Verpflichtung zur inklusiven Beschäftigung freikaufen können, muss wieder angehoben werden. Aus den Mehreinnahmen müssen dann ersatzweise sozialversicherungspflichtige, öffentliche Beschäftigungsverhältnisse geschaffen werden. Arbeit ist ein wesentlicher gesellschaftlicher Zugang zu Teilhabe. Hier dürfen weder private Unternehmen, noch die öffentliche Hand aus der Verantwortung gelassen werden.“

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