Linksfraktion.Hessen: Obdachlosigkeit: Öffnet sofort die Hotels

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Angesichts des aktuellen Kälteeinbruchs muss es eine entschlossene Soforthilfe für Menschen ohne Obdach geben. Dazu erklärt Christiane Böhm, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Was sowieso jeden Tag gelten müsste, gilt unter den Schneemassen und bei Minustemperaturen umso mehr: Jede und jeder hat ein Anrecht auf ein Dach über dem Kopf. Es ist schockierend, dass auch in Hessen weiterhin viele Menschen auf der Straße leben, während zahllose Hotels leer stehen. Das menschliche Mindestgebot heißt: Hotels, Jugendherbergen und Pensionen auf, um Menschen vor dem Kältetod zu bewahren.“

Böhm verweist zudem darauf, dass viele Angebote für wohnungslose Menschen aktuell nur eingeschränkt arbeiten könnten.

„Es braucht eine deutliche Unterstützung der vielen ehrenamtlichen Initiativen, die sich für wohnungslose Menschen engagieren. Notunterkünfte und Wärmestuben müssen Abstand halten und haben ihre Plätze oft deutlich reduziert. Der hessische Sozialminister ist der Meinung, dass der Kältebus in Frankfurt für Hessen ausreichend ist. Ein weiterer fährt die Wiesbadener Stadtteile Mainz-Kastel und Mainz-Kostheim an. Er bekommt in Hessen kein Unterstützungsmaterial eingekauft, weil Restpostenmärkte und Sozialkaufhäuser pandemiebedingt geschlossen sind.

So zeigt sich einmal mehr, dass die sozial Benachteiligten unter Corona-Bedingungen doppelt und dreifach abgestraft werden. Die soziale Spaltung unserer Gesellschaft wird durch die Pandemie deutlich verschärft.“

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