Linksfraktion.Hessen: Pflegenotstand: Ohne Angehörige würde unsere Gesellschaft zusammenbrechen

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Angesichts des heutigen bundesweiten Aktionstags der pflegenden Angehörigen erklärt Christiane Böhm, sozial- und gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

Pflegende Angehörige leisten jeden Tag durchschnittlich neun Stunden Pflege- und Betreuungsarbeit. Aber sie bekommen weder Applaus, noch die notwendige Unterstützung.

Denn weder Bundes- noch Landesregierung übernehmen hier Verantwortung. Es ist ein nicht hinnehmbarer Zustand, dass pflegende Angehörige keine finanzielle Absicherung haben und dass sie kaum Entlastung und keine Unterstützung bei ihrer emotional wie körperlich anstrengenden Arbeit erhalten.“

DIE LINKE fordere, dass die Situation der pflegenden Angehörigen dringend verbessert werden müsse, so Böhm. So viel Dank für die wichtige Arbeit müsse sein. Die professionelle Pflege habe keine Möglichkeit auch nur einen Teil der Pflegebedürftigen zu versorgen.

„Neben einer finanziellen Absicherung pflegender Angehöriger ist die hessische Landesregierung aufgefordert, dafür zu sorgen, dass es mehr unterstützende und ergänzende Angebote gibt. Beispielsweise bietet die Tagespflege immer noch weniger Plätze an als vor Corona. Und schon da waren es deutlich zu wenige. Aber auch bessere Arbeitsbedingungen in der ambulanten Altenpflege, mehr Kurzzeitpflegeplätze, mehr Angebote an haushaltsnahen Dienstleistungen und für Demenzerkrankte sind dringend erforderlich.“

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