Linksfraktion.Hessen: Prozess gegen Holocaust-Relativierer Annen: Viel Erfolg, Kristina Hänel!

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Am morgigen Freitag findet der Prozess der Gießener Ärztin Kristina Hänel gegen Klaus Günter Annen statt. Annen ist nicht nur dafür bekannt, Ärztinnen und Ärzte, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen, mit Prozessen zu überziehen, sondern auch für den Holocaust relativierende Vergleiche in diesem Zusammenhang („Babycaust“). Dagegen wendet sich Frau Hänel mit einer Unterlassungsklage. Dazu erklärt Christiane Böhm, frauen- und gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Wir wünschen Kristina Hänel für ihren morgigen Prozess von Herzen viel Erfolg. Denn Holocaust relativierende Vergleiche, wie sie Klaus Günter Annen fortwährend und bisher ungestraft betreibt, sind eine Verhöhnung der Opfer der Shoa. Sie sind eine Beleidigung für die Überlebenden und zudem eine Frechheit gegenüber den Männern und Frauen, die im Rahmen der geltenden Gesetzeslage Schwangeren bei einer schwierigen Entscheidung helfen.“

Böhm zeigt sich enttäuscht, dass dieses Thema seitens der hessischen Landesregierung bisher keine Rolle gespielt habe.

„Wer den Holocaust relativiert, schürt zugleich die Grundlagen eines neuen Antisemitismus. Es wäre erfreulich, wenn auch Uwe Becker als Antisemitismusbeauftragter des Landes Hessen hier klare Position beziehen würde. Leider war von ihm oder einem Mitglied der Landesregierung zur dauerhaften Verunglimpfung von Ärztinnen und Ärzten bisher nichts zu hören.“

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