Linksfraktion.Hessen: Soziale Arbeit ist unverzichtbar – gerade angesichts der Pandemie

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Anlässlich der Unterschriftenübergabe der Gewerkschaft ver.di vor dem Hessischen Landtag erklärt Christiane Böhm, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„80.000 Beschäftigte der Sozial- und Erziehungsberufe haben mehr Wertschätzung für die Berufe der Sozialen Arbeit eingefordert und einen entsprechenden Aufruf unterschrieben – vollkommen zu Recht. In fast allen Berufsgruppen geht die Arbeit trotz Pandemie unvermindert weiter, doch die Infektionsrisiken verbleiben oftmals bei den Beschäftigten. DIE LINKE begrüßt ausdrücklich die tariflichen Forderungen für den TVöD, die keineswegs überzogen sind. Sie sind angesichts der hohen Belastungen in der Pandemie vollkommen gerechtfertigt, denn Applaudieren allein genügt nicht.“

Böhm betont, dass es auch in Hessen seitens der Landesregierung an einer ausreichenden Wertschätzung für die Menschen in den sozialen Berufen mangele.

„Die schwarzgrüne Landesregierung misst in vielen Bereichen mit zweierlei Maß: Erzieherinnen und Erzieher in den Kitas werden inzwischen regelmäßig auf Kosten des Landes getestet, Erzieherinnen und Erzieher in der offenen Kinder- und Jugendarbeit beispielsweise nicht. Einem Teil der hessischen Träger werden die laufenden Kosten zu 100 Prozent erstattet, in anderen Kreisen werden nur 75 Prozent gezahlt, weil die Landesregierung keine landesweite Festlegung treffen wollte. Dieses Planungsdesaster muss ein Ende haben. Die Landesregierung muss endlich signalisieren: Die sozialen Träger in Hessen werden in dieser Krise nicht kaputtgehen und die Beschäftigten werden mit allen notwendigen Maßnahmen unterstützt – denn sie werden gerade jetzt besonders gebraucht!“

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