Linksfraktion: Keine Spielchen mit der Zukunft der Lufthansabeschäftigten

„Weil er Profit aus der Krise schlagen will, gefährdet ein einzelner Großaktionär tausende Existenzen und den Fortbestand einer deutschen Fluggesellschaft. Dass so etwas möglich ist, zeigt: Da stimmt etwas am System nicht“, kommentiert Klaus Ernst, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE und Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Energie im Bundestag, die jüngste Entwicklung bei der Lufthansa. Ernst weiter:

„Nachverhandlungen kann es nur geben, wenn die Zahlung von Staatshilfen an die Einigung des Unternehmens mit den Gewerkschaften gebunden wird. Es ist in unser aller Interesse, dass die Bundesrepublik eine hier ansässige Fluggesellschaft hat. Es ist aber nicht im Interesse der Bürgerinnen und Bürger, dass der Staat Steuergelder in Milliardenhöhe einsetzt, um das Aktienvermögen von Herrn Thiele zu erhöhen.

Die vorliegende Vereinbarung zwischen Rettungsfonds und Konzern kommt der Lufthansa-Geschäftsführung bereits sehr entgegen. Hier wird ein Unternehmen mit neun Milliarden Euro gerettet, dass zurzeit nur fünf Milliarden Euro wert ist. Bei so einer Summe muss der Staat mitreden können, um Beschäftigung und damit die Interessen der Allgemeinheit zu sichern.“


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