Linksfraktion: Pflegende Angehörige immer weiter zu belasten, ist schäbig

„Die zweite Welle und der zweite Shutdown dürfen nicht zum zweiten Mal zu Lasten der Gesundheit des ,größten Pflegedienstes der Nation‘ gehen. Pflegende Angehörige brauchen umgehend mehr Unterstützung. Gesundheitsminister Spahn sollte die Forderungen von ,wir pflegen e. V.‘ unbedingt beherzigen. Pflegende Erwerbstätige brauchen eine Freistellung mit Lohnersatz nach Infektionsschutzgesetz, außerdem muss die Pflegehilfsmittelpauschale von 60 auf 80 Euro angehoben werden, und sie müssen per Aufnahme in die nationale Teststrategie Zugang zu Schnelltests bekommen“, fordert Pia Zimmermann, Sprecherin für Pflegepolitik der Fraktion DIE LINKE, angesichts der heute veröffentlichten Pflegestatistik des Statistischen Bundesamtes. Zimmermann weiter:

„Immer mehr Menschen müssen gepflegt werden. Für diese Menschen sind wir als Gesellschaft verantwortlich. Diese Verantwortung immer weiter den pflegenden Angehörigen aufzubürden, ist schäbig und wird nicht funktionieren. Wir brauchen eine Revolution der Pflegefinanzierung – wir brauchen die Solidarische Pflegevollversicherung. Mit dieser wird es möglich, die Pflege dem wachsenden Bedarf anzupassen und gleichzeitig mehr, aber auch besser bezahltes Personal solide zu finanzieren.“

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