Linksfraktion: Profite auf Kosten von Kindern verbieten – für eine glückliche Kindheit statt Kinderarbeit

„Laut einem neuen Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) nimmt Kinderarbeit zum ersten Mal seit 20 Jahren wieder zu.  Die Zahl der arbeitenden Minderjährigen ist binnen vier Jahren um 8,4 Millionen gestiegen – eine ernüchternde Statistik, für die auch Deutschland und die EU eine Verantwortung tragen. Auf dem deutschen Markt werden weiterhin völlig legal Waren vertrieben, die von Kindern unter zum Teil unmenschlichen und lebensbedrohlichen Bedingungen produziert wurden. Das darf nicht weiter hingenommen werden! DIE LINKE setzt sich für ein Lieferkettengesetz ein, das seinen Namen auch wirklich verdient. Der zahnlose Gesetzesentwurf der Bundesregierung, welcher heute verabschiedet wurde, bleibt weit hinter den Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen von 2011 zurück und betrifft nur 0,1 Prozent der in Deutschland tätigen Unternehmen – absolut ungenügend“, erklärt Zaklin Nastic, menschenrechtspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, anlässlich des morgigen Internationalen Tages gegen Kinderarbeit. Nastic weiter:

„Es ist komplett unglaubwürdig, wenn sich Politikerinnen und Politiker der Regierungsfraktionen als große Vorkämpferinnen und Vorkämpfer gegen Kinderarbeit gerieren, aber zugleich deutsche Konzerne nur mit Samthandschuhen anfassen. Auch auf zwischenstaatlicher Ebene wäre es notwendig, dass die Bundesregierung die wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit mit anderen Ländern davon abhängig macht, wie effektiv deren Regierungen gegen Kinderarbeit ankämpfen. Zudem braucht es effektive Hilfen für Familien im Globalen Süden, damit sie nicht finanziell auf die Erwerbsarbeit ihrer Kinder angewiesen sind. Auch Deutschland sollte ihre Anstrengungen für humanitäre Hilfe dahingehend deutlich verstärken. Fast die Hälfte aller betroffenen Kinder verrichtet sehr gefährliche Arbeit, die ihre Gesundheit, Sicherheit und moralische Entwicklung direkt beeinträchtigt. Damit muss Schluss sein! Kinderrechte müssen gestärkt und mit den betroffenen Familien muss auf Augenhöhe an zufriedenstellenden Lösungen gearbeitet werden.“

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