Linksfraktion: Räumung von Camp Pikpa auf Lesbos verhindern

„Die drohende Räumung des von geflüchteten Menschen und NGOs aufgebauten Camps Pikpa auf Lesbos ist ein Angriff auf schutzsuchende Menschen und Solidarität. Pikpa ist als selbstverwalteter Schutzraum ein humaner Gegenentwurf zu den unmenschlichen EU-Hotspots auf den griechischen Inseln“, erklärt Michel Brandt, Obmann der Fraktion DIE LINKE im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, anlässlich der drohenden Räumung des selbstorganisierten Schutzraums für Flüchtlinge, Camp Pikpa, auf Lesbos. Brandt weiter:

„Das Camp ist der einzige wirkliche Rückzugsort für besonders verletzliche Geflüchtete auf Lesbos. Schutzräume wie Pikpa sind unglaublich wertvoll und gehören gestärkt statt bekämpft. Die Räumung durch griechische Behörden wäre absolut inakzeptabel.

DIE LINKE fordert eine dezentrale, menschenwürdige Unterbringung für alle Geflüchteten statt Massenlager. Das Hotspot-System der EU muss verworfen werden. Auch angesichts der Corona-Pandemie wäre die Räumung unverantwortlich. Rund 60 der im Camp Pikpa lebenden Menschen gehören zur Risikogruppe. Im Massenlager Kara Tepe, in das die Menschen gebracht werden sollen, gibt es keinen angemessenen Schutz von Gesundheit und Leben. Das Lager ist bereits jetzt massiv überbelegt, Unwetter haben bereits viele der provisorischen Zelte zerstört.“

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