Linksfraktion.Thüringen: Erhöhung des Mindestlohns reicht nicht aus

Berechnungen der Bundesregierung zufolge müsste der Mindestlohn massiv angehoben werden, damit Betroffene im Alter eine Rente oberhalb der Grundsicherung bekommen. Lena Saniye Güngör, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, betont: „Die schrittweise Erhöhung des Mindestlohns auf 10,45 Euro bis 2022 ist ein soziales Armutszeugnis und missachtet die Bedürfnisse der Menschen, die auf den Mindestlohn als existenzielle Absicherung angewiesen sind.“

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie würde eine stärkere Erhöhung des Mindestlohns die Konjunktur antreiben und die Binnennachfrage erhöhen. Güngör fordert: „Das untere Lohngefüge muss armutsfest und existenzsichernd sein. In der Corona-Krise hilft jeder Euro, weshalb der Mindestlohn auf mindestens 12,63 Euro pro Stunde anhoben werden muss.“

In den unteren Tarifgruppen würde ein Mindestlohn von mehr als 12 Euro eine angemessene Tarifentwicklung stärken. „Arbeit hat einen Wert und muss auch dementsprechend vergütet werden. Wir stehen solidarisch an der Seite der betroffenen Beschäftigten und werden weiter für eine deutliche Erhöhung des Mindestlohns kämpfen“, unterstreicht Güngör.

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