Linksfraktion.Thüringen: Kohleausstieg erst in 18 Jahren kommt zu spät

„Angesichts der Tatsache, dass Kohlekraftwerke zu den schlimmsten Klimakillern gehören, kommt der heute vom Bundestag beschlossene Kohleausstieg zu spät“, unterstreicht Daniel Reinhardt, Sprecher für Energiepolitik der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag.

Energiegewinnung durch Kohle trägt wesentlich zum menschengemachten Klimawandel bei. „Deshalb ist es ein überfälliger Schritt, ihre Verbrennung zur Stromerzeugung zu beenden. Damit Deutschland seinen Beitrag zur Einhaltung des Pariser Klimaabkommens zur Begrenzung des Klimawandels auf 2 Grad, möglichst aber 1,5 Grad, leisten kann, ist der Ausstieg bis 2038 zu langsam. Dass man den Menschen zumutet, noch 18 Jahre dreckige Kohle-Luft einzuatmen, ist verantwortungslos“, so Reinhardt.

Regionen wie die Lausitz sind durch jahrzehntelangen Kohleabbau strukturell geprägt. „Deshalb ist es essentiell, dass die im Strukturstärkungsgesetz für Kohleregionen vorgesehene Mittel so eingesetzt werden, dass neue, nachhaltige Strukturen entstehen können. Nachhaltig im Sinne der Ökologie, nachhaltig aber auch im Sinne der Schaffung von Strukturen, die Regionen wie der Lausitz eine neue, bleibende Perspektive ermöglichen. „Damit der Strukturwandel im Rahmen des Kohleausstiegs gelingen kann, ist es wichtig, alle betroffenen Akteure mit ins Boot zu holen und gemeinsam bleibende, zukunftsträchtige, sozial-ökologische Strukturen zu schaffen“, betont Daniel Reinhardt.

Statt Energiekonzerne zu entschädigen, sollte man das Geld lieber dort anlegen, wo die Menschen vor Ort einen Nutzen haben. Für sie geht es um Tradition, Selbstwert und Zukunftsfragen. „Jetzt muss es darum gehen, den Ausbau regenerativer Energien konsequent voranzutreiben und seine Akzeptanz z.B. durch Gewinnbeteiligungen der angrenzenden Kommunen zu steigern“, so Reinhardt.

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