Linksfraktion: Union darf Verbot von Leiharbeit in der Fleischindustrie nicht länger blockieren

„Es ist unerträglich, dass offenbar wesentliche Teile der Union das Verbot von Leiharbeit in der Fleischindustrie verhindern. Das Verbot ist schon lange überfällig. Während noch im Frühjahr unter dem Druck der Öffentlichkeit auch CDU und CSU bereit waren, Leiharbeit und Werkverträge einzuschränken, um einerseits die Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie zu regeln und andererseits auf die Vielzahl von Corona-Ausbrüchen in Schlachthöfen zu reagieren, machen sie sich nun zu Komplizen von Tönnies und Co.“, kommentiert Klaus Ernst, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE und Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Energie im Deutschen Bundestag, die kontroverse Diskussion in der Regierungskoalition über die Einschränkung von Leiharbeit und Werkverträgen in der Fleischindustrie. Ernst weiter:

„Statt die seit Jahren bekannten unerträglichen Arbeitsbedingungen endlich menschlich und erträglich zu gestalten und Lohndumping zu verhindern, machen Politiker von CDU und CSU sich zu Handlangern der Fleischindustrie. Offensichtlich versucht die Union auf Zeit zu spielen, damit das Gesetz nicht wie geplant Anfang nächsten Jahres in Kraft treten kann. Ich fordere die Union auf, ihre Blockadehaltung gegen das Verbot der Leiharbeit in dieser Branche sofort zu beenden.“

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