Linksfraktion: Verlässliche Impfstrategie statt Wahlkampfgetöse

„Die Menschen brauchen keine weiteren leeren Versprechen, die anschließend nicht eingelöst werden können. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Vizekanzler Olaf Scholz spielen mit dem Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger und tragen zu einem Pandemieüberdruss bei, den wir uns angesichts der dritten Welle nicht leisten können. Statt mit großen Tönen Wahlkampf zu betreiben, sollten sie endlich eine verlässliche Impfstrategie entwickeln und die Impfstoffproduktion erhöhen“, erklärt Achim Kessler, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der Einbeziehung von Hausarztpraxen in die Corona-Impfstrategie. Kessler weiter:

„Mir sind keine verlässlichen Lieferzahlen bekannt, auf deren Basis die Hausarztpraxen schon jetzt in die Corona-Impfungen einbezogen werden könnten, ohne dass diese Impfdosen dann bei den Impfzentren der Länder fehlen. Natürlich ist es sinnvoll, die Kompetenzen der Hausärztinnen und Hausärzte einzubeziehen, sobald genug Impfstoff vorhanden ist. Doch die Bundesregierung liefert unterschiedliche Schätzungen über die Impfstoffmengen, abhängig von Lieferversprechen und erhofften Neuzulassungen. Statt Ablenkungsmanöver muss die Bundesregierung jetzt endlich alle gesetzlichen Möglichkeiten ausschöpfen und die Produktionskapazitäten für Impfstoffe durch die Freigabe der Lizenzen erhöhen.“

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