Linksfraktion: Wer zahlt für die Krise?

„Die Konjunktur entwickelt sich zweigeteilt: Während die Industrie wieder recht gut dasteht, sieht es für Gastronomie, Veranstaltungswirtschaft und Einzelhandel weiterhin düster aus. Gerade diese Branchen sind besonders abhängig von einer guten Kaufkraft der Bevölkerung. Je stärker die Binnennachfrage, desto stabiler die Konjunktur. Das hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder gezeigt. Deshalb ist es eine Frage der wirtschaftspolitischen Vernunft, dass nicht die abhängig Beschäftigten für die Krise bezahlen, sondern diejenigen, die in der Krise oft noch reicher geworden sind“, kommentiert Klaus Ernst, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE und Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Energie im Deutschen Bundestag, die Konjunkturprognose des Sachverständigenrates für die Jahre 2021 und 2022. Ernst weiter:

„Wir brauchen eine einmalige Vermögensabgabe nach der Krise. DIE LINKE hat dafür ein Konzept vorgestellt, das nur die reichsten 0,7 Prozent der Bevölkerung moderat zur Kasse bittet. So könnten verfassungskonform und ohne die Binnennachfrage zu schwächen die Kosten der Corona-Krise bewältigt werden. Zugleich würden von einer starken Binnennachfrage gerade die Branchen profitieren, denen es aufgrund der Corona-Krise derzeit am schlechtesten geht.“

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