Martina Renner, MdB: Angriff auf das Capitol: Entsetzlich, aber nicht überraschend.

Gestern kam es in Washington DC zu einem Angriff auf das Capitol durch rechtsradikale Anhänger:innen von Trump. In anderen Teilen des Landes, wie Colorado und Oregon kam es ebenso zu Angriffen auf demokratische Institutionen. Auch wenn diese Bilder schockierend sind, so sind sie doch keines falls eine Überraschung. Diese Aktion, bei der die Angreifer:innen bewaffnet waren, war geplant und wurde durch Trump selbst befeuert, wie dieser Artikel von BuzzFeed zeigt:

Trotz allem dürfen wir nicht die ideologischen Hintergründe solcher Taten ausblenden. Zum einen versucht die extreme Rechte prinzipiell, die tatsächliche oder vermeintliche politische Instabilität von Krisensituationen dazu zu nutzen, all das anzugreifen, was ihr ohnehin verhasst ist: Minderheiten, Frauen, Linke und nicht zuletzt demokratische Institutionen als solche. Zum anderen nehmen Ausnahmezustand und Apokalypse schon immer einen zentralen Platz im ideologischen Kosmos der Rechten ein. Der drohende Untergang bietet ein Szenario, das die Alternativlosigkeit des eigenen Handelns und die Bedingungslosigkeit in der Wahl der Mittel belegen soll. Die vermeintliche Instabilität ist in diesem Fall das Wahlergebnis, welches den Anhänger:innen von Trump nicht passt.

Hierzulande sitzt eine faschistische Partei im Parlament und ihre Anhänger:innen haben erst vor wenigen Monaten eine ähnliche Aktion vor dem Reichstagsgebäude durchgeführt. Wir sind mitten drin. Die Zeit sich antifaschistisch zu positionieren und zu organisieren ist jetzt.

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