Martina Renner, MdB: Die Verbindung verschiedener Kämpfe ist auch unsere Stärke

Liebe Genossinnen, liebe Genossen, liebe Freund*innen,

ich kandidiere erneut als stellvertretende Parteivorsitzende und bitte dafür um Eure Unterstützung. Seit meinem Eintritt 1998 durfte ich unsere Partei auf viele verschiedene Arten kennenlernen.  Zuerst in der Bremer PDS, Anfang der 2000er Jahre zog es mich dann nach Erfurt und hier arbeitete ich für die Fraktion im Thüringer Landtag und im Stadtvorstand.

Seit 2009 darf ich als Abgeordnete, zunächst im Thüringer Landtag, später dann im Bundestag, LINKE Politik machen. Eine große Ehre, die ich unserer Partei verdanke.

Als stellvertretende Vorsitzende konnte ich die letzten zweieinhalb Jahre viele Genoss:innen vor Ort kennen lernen. Danke für all diese Einladungen bei Euch zu sprechen sei es auf Demonstrationen oder im Rahmen von Veranstaltungen.  Diese Treffen waren und sind für mich immens wichtig und haben mein Verständnis unserer Partei ungemein bereichert.

Das zentrale Thema meines Engagements innerhalb und außerhalb der LINKEN ist Antifaschismus. Zu den Eigenheiten dieses Themas gehört, dass ich mir wünschen würde, es wäre weniger aktuell. Aber leider verhält es sich anders.

Der versuchte Sturm auf das Kapitol in Washington, rechte Netzwerke in Polizei und Bundeswehr und ein schrecklicher Anstieg rechtsterroristischer Gewalt zeigen: Die Extreme Rechte tut alles, um den Tag X herbeizuführen. Sie bereitet den Bürgerkrieg vor und diese Vorbereitung findet auch in den Parlamenten, auch in den Feuilletons und auch in den sozialen Netzwerken statt.

Diese Auseinandersetzung müssen wir gewinnen.

DIE LINKE ist die entschiedenste Gegnerin des Rechtsrucks. Wir stehen in der Tradition des Schwurs von Buchenwald, Antifaschismus ist für uns Auftrag und Erbe.

Wir waren nicht überrascht, als immer neue Enthüllungen deutlich machten, dass die AfD eine im Kern faschistische Partei ist. Wir hätten dafür auch keinen Geheimdienst gebraucht.

Wir wussten immer um die Gefahr des rechten Terrors, auch weil wir von ihm bedroht sind.

Aber wir wissen auch um die Kraft der Solidarität. Solidarität macht uns handlungsfähig, sie verbindet uns und sie schafft Bündnisse.

Ich bin froh, dass der Parteivorstand ein Knotenpunkt dieser Solidarität ist und ich möchte weiter dazu beitragen, dass unsere Partei Ansprechpartnerin für und Unterstützerin von Bewegungen ist. Die Bedrohten und die Engagierten sollen weiterhin wissen: Ihr könnt Euch auf uns verlassen.

Die Herausforderungen, vor denen antifaschistische, linke Politik steht, sind zahlreich. Das Unrecht geht heute einher mit sicherem Schritt.

Aber: Ich kenne keinen besseren Ort um diese Herausforderungen anzugehen als DIE LINKE.

Die Verbindung verschiedener Kämpfe mit der sozialen Frage ist nicht nur analytisch richtig und hilft uns, zu verstehen. Diese Verbindung ist auch unsere Stärke weil sie das Gemeinsame in unterschiedlichen Auseinandersetzungen herstellt und unsere Kräfte bündelt.

Dazu möchte ich als stellvertretende Vorsitzende beitragen.

Vielen Dank.

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