Özlem Alef Demirel, MdEP: Düsseldorfer Europaabgeordnete eröffnet Büro in Pempelfort

Die Düsseldorfer Europaabgeordnete Özlem Alev Demirel (DIE LINKE) hat in der Derendorfer Straße 74 in Pempelfort ein Regionalbüro eröffnet. Das Büro wird als Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger dienen, sagte Demirel am Donnerstag bei einem Pressegespräch in den neuen Räumlichkeiten. Aufgrund der Corona-Pandamie muss eine offizielle Eröffnungsfeier noch warten, dennoch ist das Büro ab jetzt offen.

Das neue Regionalbüro soll den Zusammenhang zwischen Europa- und Lokalpolitik sichtbar machen, in der Frage bezahlbaren Wohnraums ebenso wie beim Klimaschutz:

„Die Politik der EU hat häufig direkte Auswirkungen auf unsere Kommunen. Ich will Druck machen für eine soziale und ökologische Politik in Düsseldorf und europaweit.  Die EU hat Rettungspakete in Milliardenhöhe für große Unternehmen beschlossen, doch eine sozialpolitische Handschrift ist nicht erkennbar. Kleine Unternehmen, sowie Arme und  erwerbstätige Menschen gehen leer aus. Diese brauchen in der Krise einen Schutzschirm. Es darf nicht das Ziel und Ergebnis der Politik sein, Rendite für große Konzerne abzusichern“, so Demirel. Özlem Demirel war Spitzenkandidatin der LINKEN zur Europawahl und ist im Europaparlament Vize-Vorsitzende im Ausschuss für Sicherheit und Verteidigungspolitik sowie Mitglied im Ausschuss für Beschäftigung und Soziales.

Udo Bonn, OB-Kandidat und Kreissprecher der Düsseldorfer LINKEN freut sich über das neue Büro in seiner Nachbarschaft: „Es ist wichtig, den Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern zu intensivieren. Düsseldorf ist zwar eine reiche Stadt, leistet sich aber zu viel Armut. Das muss sich ändern. Ein erster konkreter Schritt wäre, öffentliche Aufträge nur an Unternehmen zu vergeben, die hohe soziale und ökologische Standards befolgen. Wir kämpfen für hohe soziale und ökologische Standards – egal ob in der EU oder in Düsseldorf „, so Bonn.

Auch Julia Marmulla, LINKE-Spitzenkandidatin für den Düsseldorfer Rat, nahm am Gespräch teil und wünscht sich von der EU eine andere Politik:

„Es ist unvorstellbar, wieviel Milliarden die EU für Rüstungsaufträge bereitstellt. Mit der Rheinmetall AG haben wir hier einen Profiteuer von Rüstungsexporten vor unserer Haustür.  Mit dem Geld könnten viele Städte barrierefrei umgebaut werden. Denn es braucht Investitionen für eine soziale Infrastruktur und lebenswerte Städte“, so Marmulla. Sie freut sich über das neue Büro der ausgewiesenen Friedenspolitikerin Demirel und appelliert an die Düsseldorfer, „wer das Motto ‚global denken, lokal handeln‘ verinnerlicht hat, muss am 13. September wählen!“

Das Regionalbüro wird von Hannes Draeger geleitet, der zuvor unter anderem für die  Bundestagsabgeordneten Hubertus Zdebel und Ulla Jelpke in Münster gearbeitet hatte. Das Büro ist montags und dienstags von 14 bis 18 Uhr sowie mittwochs und donnerstags von 10-14 Uhr für Bürgersprechstunden geöffnet und telefonisch unter 0211 / 468 59 203 erreichbar.

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