Onlineveranstaltung: Frauen in der Krise

Die Veranstaltung findet über Zoom statt. Die Zugangsdaten werden nach einer kurzen Nachricht an info@dielinke-gelsenkirchen verschickt. 

 

Referentinnen kennen Probleme aus der Praxis

Zu Gast sein wird unter anderem Sandra Keil von der der Frauenbegegnungsstätte UTAMARA e.V.. Diese leistet Beratung und Unterstützung für von Gewalt betroffenen Frauen mit Migrationshintergrund. Daneben schildert Nurdan Kaya ihre Erfahrungen aus der Notrufzentrale des Autonomen Frauenhauses Hamburg. Alexandra Mehdi von der Frauenarbeitsgemeinschaft der LINKEN NRW wird die politischen Konsequenzen erläutern. 

„Wir möchten mit unseren Referentinnen, die betroffene Frauen unterstützen, über die aktuelle Situation und Herausforderungen bei ihrer Arbeit sprechen. Auch wird es um ihre präventiven Projekte gehen, die sie engagiert vorantreiben, um Gewalt gegen Frauen zu beenden“, so Kaplan weiter. 

 

Ein Disaster mit Ansage

Seit Jahren bemühen sich viele Frauenorganisationen und Frauenverbände, das zunehmend Unsichtbare sichtbar zu machen: Gewalt und Morde an Frauen. Die Folgen einer verfehlten Politik treten nun in der Pandemie verschärft zu Tage. 

„Bereits vor Beginn der Pandemie waren die Frauenhäuser nicht nur in Gelsenkirchen unterfinanziert, nicht im Stande die Bedarfe zu decken. Aktuell sind die vielen freiwilligen Helferinnen in den Beratungsstellen überlastet. Mancherorts sind in den Frauenhäusern für Betroffene keine Plätze mehr frei“, mahnt Kaplan. „Die aktuelle Situation macht nur deutlich, dass es die Kommunen aber auch die Landesregierung verschlafen haben, für eine ausreichende finanzielle Ausstattung der Beratungs- und Nothilfeeinrichtungen zu sorgen. Der massive Anstieg der Gewalt während Corona war ein Disaster mit Ansage. Oft bleibt Betroffenen nur das Hilfetelefon. Wir stehen aus menschlicher Sicht vor einem Scherbenhaufen.“  

Dabei gibt es bereits neue Konzepte für alternativen Opferschutz zu Pandemiezeiten. Diese werden ebenfalls Inhalt der Online-Diskussion am 29. Januar werden. 

„Wir freuen uns auf einen respektvollen, rücksichtsvollen und auf Betroffene bedachten Austausch über dieses schwere und so wichtige Thema. Wir werden weiter gemeinsam für ein Ende der Gewalt gegen Frauen kämpfen“, sagt Kaplan abschließend. 

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