Pia Zimmermann, MdB: Protestaktion in Wolfsburg: „Das können wir uns Spahn“

Schlechte Arbeitsbedingungen, schlecht planbare Erholungsphasen, ethische Zwickmühlen, die Löhne sind niedrig – Beschäftigte in der Pflege haben viele Gründe, den Beruf zu verlassen. Die Aktion der Kreisverbände Wolfsburg, Gifhorn und Wolfenbüttel der Partei DIE LINKE in der Wolfsburger Innenstadt anlässlich der GesundheitsministerInnenkonferenz in Berlin und der Warnstreiks im öffentlichen Dienst lenkte am Mittwoch die Aufmerksamkeit auf diese Themen.

Unter dem Titel „Das können wir uns Spahn“ konnten interessierte BürgerInnen in Wolfsburg mit den Füßen abstimmen, auf welche Unsagbarkeiten sie im Gesundheits- und Pflegebereich verzichten möchten. 

„Eine Abstimmung mit den Füßen ist zum einen hygienisch einwandfrei. Zum anderen ist das eine verbreitete Problemlösung von Pflegekräften. Stimmen diese mit den Füßen ab, verlassen sie entweder den Betrieb oder den Beruf. Und von diesen Abstimmungen erleben wir leider schmerzlich viele im Bereich der Pflege“, erklärt Pia Zimmermann, pflegepolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag.

„Wir freuen uns sehr, dass wir hier in Wolfsburg mit drei Kreisverbänden unsere Solidarität mit den MitarbeiterInnen der Pflegeeinrichtungen und den Menschen mit Pflegebedarf demonstrieren“, so die Vorsitzenden Andreas Mantzke aus Gifhorn, Stephanie Tietz aus Wolfenbüttel, Ilario Ricci und Anne Zimmermann aus Wolfsburg. 

Im gesamten Bundesgebiet finden derzeit Warnstreiks Beschäftigter des öffentlichen Dienstes statt, auch viele Pflegekräfte zogen aufgerufen durch die Gewerkschaft Ver.di durch die Städte und Ortschaften. Die Aktion in Wolfsburg reiht ein in eine bundesweite Kampagne, in der Kreisverbände der LINKEN auf die Situation im Gesundheitssystem blicken. Beschäftigte und Betroffene berichten dabei ebenso wie streikende Pflegekräfte anlässlich der GesundheitsministerInnenkonferenz in Berlin über die vielfältigen Probleme. Diese haben ihren Ursprung in der unsäglichen Sparpolitik von Bund und Ländern in den vergangenen Jahren.

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