Prüfungen aussetzen und endlich Stufenplan vorlegen

Zur Diskussion zu den Abschlussprüfungen der 10. Klasse zum Mittleren Schulabschluss (MSA) in diesem Jahr, erklärt die Fraktionsvorsitzende und bildungspolitische Sprecherin Kathrin Dannenberg:

Obwohl eine Brandenburger Onlinepetition läuft, Kreisschülerräte, Eltern und die GEW gegen die MSA – Prüfungen protestieren, setzt Ministerin Ernst nach wie vor auf Prüfungen, Klausuren und Bewertungen. Das ist aus unserer Sicht der falsche Weg. Jetzt kommt es darauf an, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das heißt im Einzelnen:

Die Prüfungen in Klasse 10 sowie die geplanten Klausuren und Bewertungen müssen ausgesetzt werden. Und zwar umgehend, denn in einigen Schulen laufen sie bereits.

Das Aussetzen der Prüfungen ist keine Missachtung des Abschlusses, sondern eine logische Konsequenz, um die Chancengleichheit aller Schüler*innen abzusichern. Denn mitnichten konnten sich alle Schüler gleichermaßen in den Osterferien darauf vorbereiten und auch jetzt laufen die Prüfungsvorbereitungen trotz großer Anstrengungen der Lehrkräfte sehr unterschiedlich aufgrund der schwierigen Personalsituation.

Wir brauchen endlich einen klaren Stufenplan, der allen Schüler*innen den Zugang zu den Schulen bis zu den Sommerferien ermöglicht- in einem Wechsel von Fern-und Präsenzunterricht. Bis jetzt bleibt es bei einer hektischen Stoppelei und immer wieder mit Entscheidungen „über Nacht“, die dann sofort vor Ort umsetzen sind.

Das ist keine vernünftige Arbeit und stellt SchülerInnen wie LehrerInnen zusätzlich vor schwierige Situationen. Außerdem fordern wir endlich auch die konsequente Planung des neuen Schuljahres. Das ist sozusagen übermorgen. Dabei sind die Personalsituation zu berücksichtigen wie auch die veränderten Bedingungen des Unterrichts. Das ist gemeinsam mit den Lehrerverbänden und den Gewerkschaften zu gestalten.


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