Ralph Lenkert, MdB: Mein Kommentar zum Beitrag von Bodo Ramelow im MDR am 08.01.2021

Niemand erwägt, Kliniken, Apotheken, Lebensmittelgeschäfte, die Energie- und Wasserversorgung Straßenreinigung, Müllentsorgung – also alles was zur Daseinsfürsorge zählt – zu schließen.

Natürlich muss die Pharmaindustrie Impfstoffe und Medikamente produzieren, müssen die Lieferketten für Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfes am Laufen gehalten werden. Aber bis jetzt wurde Familien, klein- und mittelständigen Unternehmen im Dienstleistungssektor, der Gastronomie und den Veranstaltungs- und Kulturschaffenden alles abverlangt.

Wie lange sollen diese, wir alle, die bisherigen Einschränkungen durchhalten, wenn die bisherigen Maßnahmen offensichtlich nicht mehr ausreichen? Zu Recht fragen einige: Arbeiten darf ich, muss ich, sonst ist alles verboten, aber kann meine Firma nicht auch pausieren?

Nochmal, alle Teile der Wirtschaft, die notwendig sind zum Leben, alle die erforderlich sind zur Überwindung der Pandemie, die will niemand runterfahren, ich nicht, MP Ramelow nicht.

Aber in der jetzigen Situation muss doch erlaubt sein zu erwägen: Muss die Autoindustrie wirklich produzieren? Kann am Neubau nicht eine Winterpause kommen? Können Wind- und Solaranlagen nicht auch später produziert werden? Kann die Lieferzeit für Möbel und Wohnungseinrichtungen nicht verlängert werden?

Jede Firma, die pausiert, bewirkt weniger Risiken durch weniger Verkehr, weniger erforderliche Notbetreuung von Kindern und natürlich keine Ansteckungen in dieser Firma.

Ich denke, bei der jetzigen Infektionslage sollten wir nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, sondern versuchen, gemeinsam zu schauen und dann zu handeln, wer kann wo und wie dazu beitragen, die Pandemie zu besiegen, mit möglichst wenig Nebenwirkungen und wie muss die Gesellschaft ihm dabei helfen.

Der Artikel ist hier einsehbar: https://www.mdr.de/thueringen/ramelow-lockdown-komplett-wirtschaft-forderung-100.html?fbclid=IwAR3cQ2ow3WrTyCcfmfYcCdxvYGksYf-olcWtveO4qu-gJ8RA2YruZfPXWVQ 

Nachrichtenquelle: Read More