Sabine Zimmermann, MdB: Viele Anträge auf Erwerbsminderungsrenten werden abgelehnt

42,4 Prozent der Anträge auf Erwerbsminderungsrente wurden im Jahr 2019
abgelehnt (142.635 abgelehnte Anträge von 336.424 erledigten Neuanträgen).

Im Jahr 2018 lag die Ablehnungsquote bei 42,7 Prozent, seit dem Jahr
2001 durchgehend bei wenigstens 42 Prozent.

Die durchschnittliche Erledigungslaufzeit von Rentenanträgen wegen
verminderter Erwerbsfähigkeit ist seit dem Jahr 2010 kontinuierlich angestiegen.
2010 lag sie bei 93 Tagen, 2019 bei 135.

Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine entsprechende
Anfrage der Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann hervor.

Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin und Sozialexpertin der Fraktion
DIE LINKE erklärt dazu:

„Der Zugang zu Erwerbsminderungsrenten muss erleichtert werden: Es kann
nicht sein, dass fast jede/r zweite weg geschickt wird. Menschen, die sich
kaputt gearbeitet haben, müssen abgesichert aus dem Erwerbsleben ausscheiden
können und Zugang zu auskömmlichen Versicherungsleistungen erhalten. Zudem sind
die Bearbeitungszeiten inakzeptabel lang. Dies muss dringend verbessert werden.“

Zimmermann weiter:

„Grundsätzlich sind Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente
geboten. Die große Koalition hat zwar Schritte dazu unternommen. Diese sind
aber nicht ausreichend. Insbesondere die Abschläge müssen abgeschafft werden. Sie
sind ungerecht, denn niemand wird freiwillig krank. Außerdem muss das
Rentenniveau wieder angehoben werden, auf mindestens 53 Prozent.“


Nachrichtenquelle: Read More