Sören Pellmann, MdB: Bewerbungsrede um Listenplatz 2

Liebe Genossinnen und Genossen,

in 155 Tagen findet die Bundestagswahl statt. 

Es geht dabei nicht vordergründig um Farbspielereien, sondern darum, unser Land endlich demokratischer und sozial gerechter zu gestalten. 

Dafür tritt nur DIE LINKE glaubwürdig an. 

Nur unsere Partei kämpft dafür, dass die Sorgen, Wünsche und Träume großer Teile der Bevölkerung in diesem Land endlich ernst genommen werden. 

Das ist gerade unter Coronabedingungen dringender denn je nötig. 

Die Pandemie und ihre völlig unzureichende Bewältigung durch die Regierungskoalition haben gezeigt, wie krisenanfällig das kapitalistische System auch in Deutschland ist. 

Unser Land braucht dringend eine neue Politik, die die tiefen sozialen Spaltungen wirklich überwindet. 

Dafür möchte ich gemeinsam mit Euch meinen persönlichen Beitrag leisten und dabei an das anknüpfen, was ich in den letzten vier Jahren im Bundestag und darüber hinaus geleistet habe. 

Seit 2017 bin ich in der Bundestagsfraktion der Sprecher für Inklusion und Teilhabe.

Mir war es in dieser Funktion immer wichtig: DIE LINKE muss eine starke Stimme für die oftmals Schwächsten der Gesellschaft sein. 

Als ein Beispiel will ich unseren Gang zum Bundesverfassungsgericht nennen. Hier haben wir gegen die Wahlrechtsausschlüsse von Menschen mit Behinderung geklagt. Und wir haben gewonnen und ihnen ihre Stimme zurückgegeben.

Berlin war immer nur eine Seite der Medaille meiner politischen Arbeit. Mindestens genauso oft war ich in meinem direkt gewonnenen Wahlkreis in Leipzig-Süd wie auch an vielen politischen und sozialen Brennpunkten des Freistaates unterwegs.

Als Sprecher der Landesgruppe der sächsischen MdB hatte ich in den letzten Jahren unzählige Termine um die Genossinnen und Genossen direkt vor Ort zu unterstützen.

So war ich in Bautzen mit Marion Junge, in Chemnitz mit Susi Schaper, in Delitzsch, Döbeln und Eilenburg mit Luise Neuhaus-Wartenberg, in Geithain mit Michael Eichhorn, in Markranstädt mit den Stadträtinnen der LINKEN, in Mittweida mit Marika Tändler-Walenta, in Pirna mit Andre Hahn, in Riesa mit Uta Knebel, in Torgau mit Michael Sehrt, in Zwickau mit Sabine Zimmermann und an vielen weiteren Orten mit vielen Genossinnen und Genossen unterwegs.

Mir war es immer wichtig, die Patenschaft für Wahlkreise ohne eigene Abgeordnete mit Leben zu füllen und vor Ort präsent zu sein. Dieses landespolitische Engagement möchte ich mit meiner heutigen Kandidatur auf Platz 2 der Landesliste noch stärker zum Ausdruck bringen. 

Die sächsische LINKE braucht im Bundestag ein starkes Team, dessen Mitglieder im Land verwurzelt und über die ganze Wahlperiode auch jenseits ihrer eigenen Wahlkreise überall im Freistaat präsent sind. 

Ich bin dafür bereit! 

Natürlich freue ich mich darüber hinaus, wenn mir die heutige Versammlung auch Rückenwind für die Verteidigung meines Direktmandates im Leipziger Süden gibt. 

 

Ich will alles dafür tun, dass Leipzig-Süd das rote Herz im schwarz-blauen Sachsen bleibt! 

Und, um mindestens ein zweites rotes Herz sollten wir mit Katja Kipping in Dresden kämpfen.

 

Liebe Genossinnen und Genossen,  

die derzeitige Corona-Krise lässt uns spüren: 

DIE LINKE wird in Sachsen und in der ganzen Bundesrepublik dringend gebraucht. 

Aber unsere Stimme wird leider noch zu wenig gehört, so viel Ehrlichkeit und Selbstkritik ist notwendig. 

Meine zwei offenen Büros regelmäßig Treff- und Versammlungsort von lokalen Vereinen und Verbänden.

Vielen Bürgerinnen und Bürgern, konnte ich mit den regelmäßigen Sozialberatungen helfen. 

Vor einigen Tagen habe ich eine eigene Mobilfunknummer als Kümmerer-Nummer freigeschaltet. 

Diesen Kanal bediene ich ausschließlich persönlich, quasi als digitalen Infostand und zusätzlich zu den Sprechzeiten im Wahlkreisbüro. 

Auf diesem direkten Weg geht der für linke Politik unverzichtbare Kontakt auch in Pandemiezeiten nicht verloren. 

Wir wollen nicht über Menschen reden, sondern gemeinsam mit ihnen etwas erreichen. 

Wir wollen Neugier und Lust auf Veränderung wecken. 

Insbesondere bei denen, deren Leben durch linke Politik besser wird. 

Wir wollen diejenigen möglichst direkt informieren, persönlich ansprechen und gewinnen, die von Wahlen schon längst nichts mehr erwarten. 

Wir wollen Veränderung heute und damit neues Vertrauen gewinnen.

Lasst uns um dieses Vertrauen in den nächsten 22 Wochen intensiv kämpfen. 

Lasst uns noch lauter und noch klarer sagen, was wir als DIE LINKE wollen. 

Wir streiten für eine grundlegende sozial-ökologische Umgestaltung dieser Gesellschaft und einen entsprechenden Politikwechsel. 

Die aktuellen Herausforderungen – Arbeit, Bildung, Demokratie, Digitalisierung, Klimawandel, Kriegseinsätze, Migration, Ökologie und Ökonomie, soziale Sicherheit und der andauernde Kampf gegen Rechts – verlangen von uns als sozialistische Partei eine neue radikale Realpolitik, wie sie einst Rosa Luxemburg praktiziert hat. 

Lasst uns gemeinsam bis zum 26. September ganz in ihrem Sinne kämpfen. 

Für ein starkes Wahlergebnis in Sachsen. 

Leisten wir einen entscheidenden Beitrag für eine starke LINKE im neuen Bundestag. 

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