Susanne Ferschl, MdB: Arbeit hat einen Wert – Mindestlohn jetzt deutlich erhöhen

„Wir freuen uns, dass unsere Forderung nach einem Mindestlohn von zwölf Euro so breiten Zuspruch in der Gesellschaft findet. Die ,Geiz-ist-geil-Mentalität‘ hat sich ein für alle Mal überholt und Dumpinglöhne dürfen nicht länger ein Geschäftsmodell in unserem Land sein“, kommentiert Susanne Ferschl, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, eine Umfrage, in der sich eine Mehrheit der Befragten für eine Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf zwölf Euro ausspricht. Ferschl weiter:

„In Zeiten der Corona-Pandemie kommt einem Effekt eines höheren Mindestlohns besondere Bedeutung zu: Jeder Euro mehr fließt direkt in den Konsum, stärkt also die Binnennachfrage und somit die Konjunktur. Eine Nullrunde wäre ökonomisch kontraproduktiv. Rufen aus der CDU nach einer Absenkung des Mindestlohns erteilen wir eine klare Absage. Bei Unternehmen, die bedingt durch die Pandemie schwere Umsatzeinbußen verzeichnen, leistet der Staat direkte Hilfe. Eine Dämpfung der Nachfrage durch unzureichende Löhne verschärft hingegen die Probleme. Es ist nicht die Aufgabe der Lohnpolitik, pandemiebedingte Umsatzeinbußen abzufedern.

DIE LINKE wird kommende Woche einen Antrag in den Bundestag einbringen, um den gesetzlichen Mindestlohn in einem Schritt auf zwölf Euro ab 2021 anzuheben. Denn Arbeit hat einen Wert. Die unterste Haltelinie in unserem Lohngefüge muss armutsfest und existenzsichernd sein. Das erspart den Menschen Hartz IV. Ein Mindestlohn von zwölf Euro stärkt aber auch eine angemessene Tarifentwicklung, insbesondere in den unteren Tarifgruppen.“


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