Susanne Ferschl, MdB: Kein „Gewinn“ mit der Ansiedlung von Amazon in Memmingen – kritisieren MdB Susanne Ferschl und der Memminger Stadtrat Rupert Reisinger, Die LINKE. im Allgäu

„Es sprechen eine ganze Reihe von Gründen gegen das geplante Amazon Verteilerzentrum in Memmingen. Nur weil ein Grundstück verwertbar wird und Arbeitsplätze geschaffen werden, bedeutet dies kein Plus für das Allgäu“ kritisiert Susanne Ferschl, Allgäuer Bundestagsabgeordnete, das geplante Vorhaben eines Amazon Verteilerzentrums. Ferschl weiter:
„Amazon ist nicht tarifgebunden, achtet nicht auf Arbeits – und Gesundheitsschutz und zahlt zudem fast keine Gewerbesteuer. Außerdem ist Amazon einer der größten Konkurrenten des Einzelhandels und macht diesen regelrecht kaputt. Die Innenstädte sind unter anderem Corona bedingt kurz vor dem Aussterben, da gilt es den Einzelhandel zu stärken und nicht einen Online-Versandhändler der ohnehin schon Wettbewerbsvorteile hat. Und auch wenn Kaufbeurens Oberbürgermeister Bosse das Zentrum befürwortet, muss der CSU endlich klar werden, dass nicht sozial ist, was Arbeit schafft, sondern was gute Arbeit schafft.“
Auch der Memminger Stadtrat der LINKEN Rupert Reisinger lehnt den geplanten Bau ab: „Memmingen hat kaum noch Grundstücke um Firmen anzusiedeln und die Stadt wird jetzt schon von Logistikfirmen geprägt mit viel Platzbedarf und wenig Beschäftigten und die im unteren Lohnsektor. Ziel einer innovativen Industriepolitik muss es sein Firmen zu gewinnen, deren Forschung und Produkte innovativ in die Zukunft weisen. Wir Memminger Linken werden sicher nicht dazu beitragen, den Internet-Handel zu fördern.“

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