Susanne Ferschl, MdB: Kleine Anfrage: Die Rückkehr der Unsicherheit

Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage „Befristete Beschäftigung in Deutschland“ (BT-Drs. 19/21696) von Susanne Ferschl u.a. und der Fraktion DIE LINKE im Bundestag

Zusammenfassung: Laut IAB-Betriebspanel hatten 2,8 Millionen Beschäftigte in 2019 einen befristeten Arbeitsvertrag. Dies entspricht einem Anteil von 7,2 Prozent an der betrieblichen Gesamtbeschäftigung. 1,65 Millionen Beschäftigte waren sachgrundlos befristet. Die sachgrundlose Befristung macht damit 61 Prozent aller Befristungen aus. Befristungen sind keine Brücke in den Arbeitsmarkt. Es wurden mehr befristete Arbeitsverhältnisse in 2019 verlängert oder beendet (535.000), als dass die Befristung in ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis führte (425.000). 35 Prozent aller Befristungen dauern länger als 18 Monate, 10,6 Prozent der befristeten Arbeitsverhältnisse sogar länger als 37 Monate. Von 4 Millionen Neueinstellungen waren 32 % befristet, im Osten jede zweite Stelle.
Lediglich 7% der Neueinstellungen sind mit Sachgrund befristet.

Dazu erklärt Susanne Ferschl, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion die LINKE im Bundestag: „Wenn es keinen sachlichen Grund gibt, einen Arbeitsvertrag zu befristen, dann braucht es diese Form der Beschäftigung nicht. Gerade durch sachgrundlose Befristungen müssen immer mehr Beschäftigte in Unsicherheit leben und arbeiten. Die Unternehmen können die Beschäftigten klein halten und gegeneinander ausspielen. Auch wälzen sei die Unternehmens- und Marktrisiken auf diese ab. Trotzdem ist die Bundesregierung offenbar nicht willens ihren eigenen Koalitionsvertrag umzusetzen und Befristungen zu beschränken.“

Ergebnisse im Einzelnen

Antwort der Bundesregierung

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