Sylvia Gabelmann, MdB: Biene oder Kuh? Die Besonderheiten der Siegerländer Landwirtschaft

Am vergangen Freitag habe ich mich, zusammen mit meinen Mitarbeiterinnen Eva Haas und Jessica Hausmann sowie Linda Rehmer, der Referentin für Agrarpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag via Zoom mit Vertretern des WLV – Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverbandes – aus meinem Wahlkreis getroffen.

Das Gespräch mit dem Vorsitzenden für den Kreisverband Siegen-Wittgenstein und stellvertretenden Verbandsvorsitzenden des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes, Henner Braach, dem Geschäftsführer der landwirtschaftlichen Kreisverbände Siegen-Wittgenstein und Olpe, Georg Jung und der Öffentlichkeitsreferentin, Barbara Kruse, knüpfte an ein Gespräch an, welches ich im Februar mit dem WLV geführt hatte.

Bereits im Februar wurde ich auf die besondere landschaftliche Lage des Siegerlandes aufmerksam gemacht und welche spezifischen Anforderungen eine Landwirtschaft im Mittelgebirge mit sich bringt. Damals ging es um die Novelle der Düngemittelverordnung, die die Arbeit der Landwirte vor allem in hängigen Lagen erschwert. In unserem aktuellen Gespräch wurde das geplante Insektenschutzgesetz thematisiert und die damit einhergehenden Schwierigkeiten für die Landwirte in meinem Wahlkreis.

Das Gesetz ist zu undifferenziert und lässt die unterschiedlichen Herausforderungen der Landwirtschaft in den verschiedenen Regionen unbeachtet. Vor allem die geplante, erneute Änderung im Wasserhaushaltsgesetz mit der Vergrößerung der Gewässerränder betrifft die Landwirte, da in den Tälern des Rothaargebirges oft Gewässer liegen. Diese Gewässer sind alle unbelastet, liegen also in sogenannten grünen Gebieten. Eine Verschärfung der Gesetze ist hier also nicht notwendig und bedeutet für die Landwirte Einbußen bei der Bewirtschaftung ihrer Flächen. Ähnlich verhält es sich mit der Ausdehnung der geschützten Biotope. Fallen bestimmte Grünflächen unter den Biotopenschutz bringt dies möglicherweise Einbußen in der zu bewirtschaftenden Fläche und damit auch finanzielle Einbußen für die Landwirte mit sich.

Alle in der Gesprächsrunde sind sich einig, dass der Schutz bestimmter Insekten wichtig und richtig ist aber die Gesetze dazu differenzierter sein müssen, um so eine unnötige Belastung der extensiv wirtschaftenden Landwirte in bestimmten Regionen zu minimieren.

Ich hoffe im kommenden Jahr die Möglichkeit zu haben, landwirtschaftliche Betriebe in meinem Wahlkreis zu besuchen, um mir so noch ein besseres Bild der Besonderheiten vor Ort machen zu können.

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