Ulla Jelpke, MdB: Seehofer muss widerliche Abschiebung stoppen

„Die Stadt Nürnberg will heute Mimi T. nach Äthiopien abschieben. Dort wurde die junge Frau vor ihrer Flucht nach Deutschland als Oppositionelle verfolgt und Opfer sexueller Gewalt. Nur wenige Stunden nach Ende des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen ist eine solche drohende Auslieferung einer jungen Frau an ihre Verfolger und Peiniger an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten. Die heutige Abschiebung muss sofort gestoppt und Mimi T. aus der Abschiebehaft entlassen werden!“, erklärt die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Ulla Jelpke, anlässlich der für heute angekündigten Abschiebung von Mimi T. nach Äthiopien, auf die der Bayrische Flüchtlingsrat heute verwies. Die Abgeordnete weiter:

„Mimi T. lebt bereits seit 8 Jahren in Deutschland und ist hier kirchlich verheiratet. Die junge Frau leidet an Depressionen und einer Posttraumatischen Belastungsstörung. Gestern noch veranstaltete der bayrische Innenminister Herrmann symbolträchtige Aktionen gegen Gewalt an Frauen, heute schon schiebt die Stadt Nürnberg wieder fleißig Opfer sexueller Gewalt nach Äthiopien ab, wo zudem gerade ein neuer Krieg ausbricht. Es ist einfach nur widerlich, sich als Abschiebehardliner auf dem Rücken einer jungen und psychisch kranken Frau profilieren zu wollen. Innenminister Seehofer sollte jetzt auf seine Parteikollegen und Innenminister Hermann einwirken, um diese unglaublich inhumane Abschiebung zu stoppen.“

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